Apfelfest in der Kreisheimatstube im Oktober 2025

Streuobstwiesen sind wertvolle Lebensräume voller Artenvielfalt – von seltenen Pflanzen über Vögel bis hin zu Bienen und anderen Insekten. Sie prägen unsere Kulturlandschaft und liefern köstliche, regionale Äpfel, Birnen und Co. Mit dem Apfelfest wollen wir Bewusstsein schaffen für den Erhalt dieser besonderen Flächen und zeigen, wie jede*r mithelfen kann – sei es durch Pflanzaktionen, richtige Pflege oder einfach durch den bewussten Genuss regionaler Produkte.

Das Wetter hat es in diesem Jahr mit dem Apfelfest sehr gut gemeint, sogar die Sonne hat immer wieder durch die Wolken gespitzt und die Regenwolken sind vorbeigezogen Das war schon mal ein riesiger Bonus für alle Akteure und für die große Zahl der Gäste in der Kreisheimatstube in Stoffenried.

Unsere Spezialisten für die Pflege, (ausgebildeter Baumpfleger) und Vermehrung (Baumschulgärtnerin und Forstwirtschaftsmeisterin) von Obstbäumen haben an vielen Beispielen gezeigt was bei der Veredelung oder beim Schneiden von Obstbäumen zu beachten ist. Die schönen Apfelbäume im Garten der Kreisheimatstube waren gleich die besten Mitwirkenden.

Zum Verbund des Vereins Streuobstwiesenverbund gehören auch die Mitglieder, die das Obst zu Saft, Cidre (Schmitz und Butzen) oder Destillate (Franz von Stauffenberg) veredeln. So konnten die Besucher einen leckeren Birnen-Quitten-Cidre oder einen Apfel-Edelbrand verkosten.

Der Imker (Bernhard Bachele) erzählte viele Geschichten über seine Bienen, die die fleißigsten Helfer in der Streuobstwiese sind, denn nur durch die Befruchtung der Blüten können leckere Äpfel, Birnen, Kirschen etc. heranwachsen. Seine Honige, Pollen oder auch die Wachskerzen waren gut gefragt.

Unsere Natur- und Landschaftsführerin (Sabine Schmidberger) erzählte viel über die Ökologie in der Streuobstwiese. Die Menge an unterschiedlichsten Tieren auf der Streuobstwiese ist unvorstellbar. Sie hat auch darauf hingewiesen, dass es viele Gefahren gibt für dieses sehr wichtige aber fragile Ökosystem.

Ab 14.00 Uhr konnten die Besucher an der alten Obstpresse selbst Hand anlegen und den eigenen Apfelsaft pressen. Ein Glas frischer Apfelsaft braucht doch schon etwas Muskelkraft.

Ein ganz großer Anziehungspunkt des Festes war der Pomologe August Kottmann die Schlange riss nicht ab. Viele Besucher sind mit ihrem unbekannten Obst gekommen mit der Erwartung, dass sie erfahren welchen Schatz sie im Garten haben. Herr Kottmann hat mit seiner jahrzehntelanger Erfahrung als Pomologe versucht die sehr verschiedenen Äpfel, Birnen etc. zu bestimmen.

Der Verein selbst informierte einmal über den aktuellen Stand bezüglich dem Sortenerhaltungsgarten für die vielen unbekannten Apfel- und Birnbäume aus dem Landkreis Günzburg. Der Verein hat sich zum Ziel gemacht diese unbekannten Obstbäume zu erhalten. Eine weitere Information war das Förderprogramm des Freistaates „Streuobst für Alle“, das vom Verein umgesetzt wird, d.h. wenn Besucher Interesse an Obstbäume haben, dann haben sie sich gemeldet und der Verein hat im November die Aktion durchgeführt.

Zur Unterhaltung war auch viel geboten. Die Musikanten spielten den ganzen Nachmittag den humorigen Lieder lauschten viele Zuhörer. Die Märchenerzählerin begeisterte Groß und Klein mit spannenden Geschichten. Schon bekannt war bei den Kleinen Besuchern das Wilhelm Tell Schießen mit der Armbrust, das Bemalen von Äpfeln und Birnen als Talisman und auch das Werfen mit den Filzäpfeln.

In der Küche der Kreisheimatstube konnten sich die Besucher darüber informieren, wie Obst haltbar gemacht wird. Die getrockneten Apfelringe und auch das Apfelbrot als kleine Leckereien waren gut gefragt. Auf dem alten Küchenherd sind Apfelpfannkuchen gebacken worden und die selbstgebackenen Kuchen wurden reisend verspeist.

Über die Mittagszeit gab es für herzhafte Genießer frisch gebackene Flammkuchen.

Mit der Tombola haben wir wieder Obstbäume als Hauptpreise verlost und ganz viele kleine aber feine Trostpreise gingen an die Besucher. Leider waren die Lose viel zu schnell verkauft.